Galten Fahrrad-Touren früher als Arme-Leute-Tourismus, so haben Gastronomie und Beherberguungsgewerbe inzwischen erkannt, daß Fahrrad-Touristen im Durchschnitt mehr Geld in einer Urlaubsregion lassen als Autotouristen. Was statistisch erwiesen ist, hat auch einleuchtende Gründe: Radtouristen können nur in sehr beschränktem Umfang Verpflegung von zu Hause mitbringen und entwickeln unterwegs großen Hunger und Durst. Am anvisierten Etappenziel sind sie nicht selten zu erschöpft, um eines preiswerteren Quartiers wegen eben einmal 20 km weiter zu fahren.
In und um Berlin gibt es viele interessante Routen fürs Fahrrad auch fernab stark befahrener Straßen. Der Mauerradweg Berlin führt entlang der ehemaligen innerberliner Mauer rund um das ehemalige Westberlin herum. In den Barmim führt die erste Etappe des Radfernweges Berlin-Usedom, fast ausschließlich auf eigenen, abgesperrten Wegen.
Auf dieser Seite sind einige weitere Tourenvorschläge fürs Fahrrad aufgeführt wie eine Tour um den Werbellinsee, zum Schiffshebewerk Niederfinow, um den Wolletzsee bei Angermünde, entlang des Treidelwegs am Finowkanal oder nach Polen.
Ein Vorschlag für Rund um Eberswalde ist ebenso enthalten wie eine Oder-Deichtour.
Das Fahrrad ist aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken, die Fahrradtechnik wird immer komplizierter. Du erfährst hier, welche Arten von Fahrrädern es gibt. Welche Fahrradtypen gibt es? Vom Rennrad über Reiseräder bis hin zu den schwerfälligen Tourenrädern - alles wird erklärt. In dieser Rubrik erfährst du vieles über die am Fahrrad verwendeten Teile. Von Ahle bis Zugkettchen - fast alles ist vertreten.
Erfahre, welche Reifengrößen es beim Fahrrad gibt, wie du deine Kettenschaltung selbst einstellst oder wie eine Nabenschaltung funktioniert.
Viele Fahrräder verfügen über eine Gangschaltung zur Veränderung der Antriebsübersetzung. Die wichtigsten Typen sind Kettenschaltung und Nabenschaltung (auch kombiniert).
Aktuelle Fahrradmodelle erreichen mit einer Kettenschaltung bis zu 30 Gänge. Wegen konstruktionsbedingter Überschneidungen ergeben sich daraus aber nur ca. 15 echte Übersetzungen, von denen wiederum nur 12-13 nutzbar sind. Die Schaltabstufungen sind niemals linear. Kettenschaltungen unterliegen einem sehr hohen Verschleiß. Ketten im unteren Preissegment halten selten länger als 1.500 km. Kettenritzel können je nach Pflege und Wartung 2 bis 3 Ketten überleben. Es empfiehlt sich die Kette von Zeit zu Zeit mit einer Verschleißlehre zu prüfen. Nur dann kann man rechtzeitig die Kette wechseln und somit den Zahnkranz und das Ritzelpaket vor frühzeitigen Verschleiß schützen. Im oberen Preissegment kann, je nach Einsatz und Belastung, die Laufleistung wesentlich höher liegen.
Nabenschaltungen werden heute mit 3 bis 14 Gängen angeboten. Bei den deutschen und taiwanesischen Modellen sind diese annähernd linear, die japanischen Naben sind es im oberen Gangbereich nicht. Gesamtgewichtsvergleiche (inkl. Speichen- und Felgengewicht) ergeben mittlerweile einen Gleichstand mit herkömmlichen Kettenschaltungen. Eine insgesamt breitere Gesamtübersetzung (bis 526%), Verschleißarmut und weniger rotierende Masse stehen den Nachteilen des schlechten Images und hohen Preises entgegen.
Für das System der Kettenschaltung sprechen die verringerten Reibungsverluste. Zahnblatt (vorne), Kette und Ritzel (hinten) bilden ein Getriebe mit einem Wirkungsgrad von ca. 95%, die Schaltung innerhalb der Nabe bei der Nabenschaltung ebenfalls. Zusammengenommen ergibt sich bei der Nabenschaltung ein Wirkungsgrad von lediglich ca. 90%.
Wie schon bei Rohloff gemeldet, hat Peter Smolka seine gewonnene 24 Karat vergoldete Speedhub-Nabe für eine Versteigerung zur Verfügung gestellt.
Die Rohloff AG suchte im Rahmen der Wanted-Aktion, die auf der Eurobike 2008 mit der Liveproduktion der 100.000 SPEEDHUB Getriebenabe gestartet wurde, Speedhub-FaherInnen, die mehr als 60.000 Kilometer mit der Getriebenabe in den letzten Jahren zurückgelegt hatten.
Peter Smolka ist 71.000 km rund um die Erde gefahren, sein Reisebericht ist auch in einem Buch nachzulesen.
Radsport ist nicht nur die Tour de France, man kann mit seinem Mountainbike auch abseits befestigter Wege Spaß haben. Wer hat die erste Tour de France gewonnen? Wie oft waren Eddy Merckx oder Fausto Coppi erfolgreich? Diese und viele anderen Fragen werden hier beantwortet.
Dazu gehören der Straßenradsport mit dem Straßenradrennsport, dem Radmarathon, der Radtouristik und den Jedermann-Rennen, weiter der Bahnradsport, Mountainbike, Cyclocross, Trial (Geschicklichkeitsfahren), BMX, Mountainbike-Orienteering sowie die Hallenradsportarten Kunstradfahren, Radball und Radpolo.
Die frühen Typen des Fahrrads vor der Entwicklung des heute üblichen Niederrads - also die oft Draisine genannte Laufmaschine in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts und vor allem das Hochrad der 70er und 80er Jahre des 19. Jahrhunderts - waren davon geprägt, dass das Fahrrad kein Nutzgefährt war, sondern als Sport- und Spaßgerät benutzt wurde. Hochradfahrer waren per Definition mutige Hasardeure und erregten dementsprechend seit den 1870er Jahren mit Abenteuertouren große Aufmerksamkeit. So soll die erste Weltumradelung auf zwei Rädern dem Amerikaner Thomas Stevens von 1884 bis 1886 gelungen sein.
Bald verlagerte sich das Interesse der Öffentlichkeit von den Abenteuerfahrten, die eher Entdeckungsreisen als Sportausübungen glichen, auf Rekordfahrten, bei denen einzelne Rennfahrer eine bestimmte Langstrecke (etwa die größtmögliche Entfernung auf der britischen Insel vom Cornwall nach Nordschottland von 1.400 km) in möglichst kurzer Zeit abzufahren hatten. Damit konnte den skeptischen Zeitgenossen die Überlegenheit des Fahrrads über alle anderen individuellen Verkehrsmittel der Jahrhundertwende demonstriert werden.
Vor allem ab den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts fanden Distanzrennen zunehmende Aufmerksamkeit beim Publikum, bei denen eine größere Zahl von konkurrierenden Rennfahrern Entfernungen von fast immer über 500 km hinter sich bringen mussten.
Das erste Straßenrennen soll schon 1865 in Amiens (Frankreich) stattgefunden haben. Viele der damals initiierten Rennen sind noch heute "Klassiker" wie etwa die Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix (seit 1896) oder Mailand-San Remo (seit 1907).
1903 schließlich wurde als erstes Etappenrennen die Tour de France ins Leben gerufen, bei der ähnliche Streckenlängen wie bei den Distanzrennen absolviert werden mussten - in diesem Falle allerdings an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen. In sechs Etappen wurden damals 2428 km absolviert, der Schnitt des Siegers betrug beachtliche 26 km/h.