Fahrradtypen

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Hier findet ihr das Original ;) Die Aufteilung im Tabellenbuch Fahrradtechnik; Seite 191-193 basiert auf dieser Idee. Es gibt zahllose Möglichkeiten, Fahrräder zu klassifizieren. Manche sind sinnvoll, andere nicht. Es wird dafür sicher nie eine Ideallösung geben, ich versuche, den goldenen Mittelweg zu finden.

Eine schöne Aufteilung, diesmal nach Rahmen, findet ihr hier: Klassifizierung von Fahrradrahmen von Holger Koch.



Fahrradtypen

Fahrrad.jpg

Bis in die 80er Jahre gab es eigentlich nur Renn- und Tourenräder sowie die etwas leichteren "Sporträder". Fahrradkomponenten waren genormt, man erhielt weltweit passende Ersatzteile.

Eine Ausnahme war Benelux, hier kann man bis heute böse Überraschungen erleben, von nicht passenden Reifen über seltsame Bowdenüge, nicht passenden Lenkerbügeln und Sattelstützen bis zu französischen Innenlagern, die beidseitig Rechtsgewinde haben und von den üblichen BSA-Lagern nur 1/10 mm abweichen und bei unbeabsichtigter Montage den Rahmen ruinieren. Auch Hollandräder halten manchmal seltsame ungenormte Überraschungen bereit.

Mit Aufkommen der Mountainbikes kam es zu einem Fahrradboom. Um die Umsätze hoch zu halten, werden immer wieder neue Typen erfunden, die in Wirklichkeit nur geringfügige Änderungen aufweisen.

Identische Rahmen werden sehr unterschiedlich lackiert und ausgestattet, alle paar Jahre entstehen so neue Fahrradtypen, die keine sind. Ob ATB, Trekkingrad, Fitness-, Crossbike oder City-Rad, in Wirklichkeit unterscheiden sie sich kaum. Unsinnige Räder wie die Cruiser, welche sich eigentlich kaum zum Fahren eignen oder Modeerscheinungen wie Fahrräder, von denen man möglichst viele Teile abbaut, halten sich nicht lange am Markt.

Einzige wirkliche Neuerung sind die Federsysteme, die langsam Einzug in den Bereich der Alltagsräder halten. Hier sind sie sinnvoll, auch wenn sie einen Teil der Antriebskraft rauben. Federsysteme am Fahrrad sind allerdings nicht wirklich neu, vor Patentierung des Luftreifens 1888 waren alle Fahrräder (die damals noch Veloziped hießen) vollgefedert.

Welches Fahrrad das Richtige ist, kann der Laie schwer einschätzen, die Beratung im Fachgeschäft und Probefahrten helfen dabei. Im Baumarkt sollte nur kaufen, wer bereit ist, ständig zu reparieren, weil immer wieder etwas kaputtgeht oder abfällt. Viele Reparaturen sind in Eigenregie nicht mehr möglich, weil man viel Spezialwerkzeug benötigt. Aber auch Baumarkträder können die richtige und sinnvolle Entscheidung sein, wenn man weiß, worauf man sich einläßt und wenn man ein Modell erwischt, was auch verkehrssicher ist.

Modeerscheinungen wie abfallende Oberrohre, hochgezogene Kettenstreben oder exotische Rahmengeometrien sind nicht neu, derartige Konstruktionen gab es bereits in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts, sie haben sich auch damals nicht durchsetzen können, weil der klassische Diamantrahmen statisch das Optimum darstellt.

Ebenso sind Spielereien mit "schicken" Speichenbildern einzuschätzen, einzig radiales Einspeichen des Vorderrades und der linken Seite des Hinterrades kann sinnvoll sein. Eine Ersatzteilversorgung der für die von einigen als schick empfundenen Systemlaufräder ist nicht gewährleistet, die Lastverteilung auf die Felge ist ungleichmäßig, was deren Gewicht unnötig erhöht.

Das Fahrrad wird nicht mehr neu erfunden, auch wenn die Industrie dies gern suggerieren würde. Die Fahrräder sind in den letzten Jahrzehnten proportional leichter, teurer und komplizierter geworden. Während Rahmenhöhen seit Erfindung des Fahrrades in mm angegeben werden, versuchen amerikanische Firmen jetzt, eine Größensortierung ähnlich wie bei Bekleidung (S,M,L,XL) zu etablieren. Dies wird nicht gemacht, weil es "schick" ist, sondern um Kosten zu sparen, weil es auf diese Weise weniger Rahmenhöhen gibt, die man herstellen muß. Gleiches gilt für Größenangaben in Zoll, hier verringert sich die Anzahl der Rahmengrößen um den Faktor 2,5.

Verbreitete Rahmenmaterialien sind Stahl und Aluminium. Räder aus Alu sind nicht zwangsläufig leichter, da man erheblich dickere Rohre benötigt. Alurahmen werden von der Industrie bevorzugt, weil sie eine weitaus größere Werbefläche bieten. Aus dem gleichem Grund werden Hochprofilfelgen favorisiert (sogenannte "V-Felgen"), sie sind meist schwerer und die vielgepriesene bessere Aerodynamik spielt nur im Hochleistungssport eine Rolle. Karbon wird aufgrund der mittlerweile massenhaften Herstellung interessanter, allerdings sind die Rahmen meist zu weich (selbst im Hochpreissektor).



Fahrräder als Sportgerät


27" ist größer als 28"

Paradoxerweise sind 27"-Felgen - hier geht es allerdings ausschließlich um das Maß der „nackten“ Felgen ohne Bereifung – mit 630 mm Durchmesser größer als 28"-Felgen mit 622 mm. 28"-Felgen waren für wesentlich dickere Reifen konzipiert als die für Rennen produzierten 27"-Felgen – das jeweilige Maß ergibt sich immer erst mitsamt dem Reifen. 630 mm plus 2 x 28 mm Reifen ergeben 686 mm = 27"

622 mm plus 2 x 44,5 mm Reifen ergeben 711 mm = 28".

Tatsächlich erreichen aber Schlauchreifen- Laufräder mitsamt Reifen lediglich zwischen 665 und 675 mm.

Rennräder

dienen dem Straßenradsport und der Zurücklegung langer Strecken bei hohem Tempo. Als Bereifung finden meist 27" Schlauchreifen Verwendung, die schwereren Drahtreifen bieten weniger Komfort und werden mitunter beim Training benutzt.

Als Rahmenmaterialien finden alle im Fahrradbau üblichen Materialien Verwendung, wobei Karbon und Stahl am weitesten verbreitet sind. Aluminium ist zu hart und empfindlich bei Stürzen.

Die leichtesten Rekordräder wurden entgegen landläufiger Meinung nicht aus Karbon sondern Stahl gebaut. Das Rad, mit dem Eddy Merckx 1972 den Stundenweltrekord aufstellte, war ein gemuffter Stahlrahmen von de Rosa und wog 5,75 kg, aktuelle Karbonräder sind mehrere kg schwerer.

Zeitfahrmaschinen

sind die leichtesten Fahrräder, weil bei ihnen die Einschränkungen der UCI nicht oder wenig greifen. Rahmenmaterial ist meist Karbon, selten (weil zu teuer) Spezialrahmen aus gemufftem Stahlrohr. Aluminium wird kaum noch verwendet.

Diese Fahrräder werden so gebaut, daß der Fahrer möglichst strömungsgünstig sitzt, deshalb sind oft kleinere Vorderräder montiert. Scheibenräder am Hinterrad sind gestattet, aber nicht Standard und bei Seitenwind sehr gefährlich, das Geräuschniveau wird oft als störend angesehen. Die Komponenten an Zeitfahrmaschinen entsprechen weitgehend denen von normalen Rennrädern.

Bahnräder

sind Rennräder ohne Bremsen, Schaltung und Freilauf für Bahnrennen (27"). Sie haben oft einen kürzeren Radstand als andere Rennräder. Sie besitzen aus Sicherheitsgründen keine Schaltungen und Bremsen und eine starre Hinterradnabe. Diese bewirkt, dass beim Fahren permanent mitgetreten werden muss. Die Form von Zeitfahrmaschinen ist für Wettbewerbe streng vorgeschrieben und entspricht weitestgehend dem technischen Stand von 1972.

Als Bereifung finden 27" Schlauchreifen Verwendung, weil Drahtreifen nicht stark genug aufgepumpt werden können - der Reifeninnendruck beträgt 7 bis 11 Bar. Bahnräder können nur durch Gewichtsverlagerung gelenkt werden - oder wenn man extrem kleine Füße hat. Ab etwas Schuhgröße 38 berührt man mit dem Schuh das Vorderrad, wenn man es einschlägt. Da jedoch wegen starrem permanent getreten werden muß, führt das unweigerlich zum Sturz.

"moderne" Bahnräder
sind Cross- oder Trekkingräder, bei denen der Hersteller auf einige Teile verzichtet hat und einen starren Gang verbaut. Beides macht das Fahrrad billiger, trotzdem sind sie oft teurer als ihre Pendants, da diese angeblichen Bahnräder gerade modern sind. Viele Rennräder sind ja heutzutage auch aus den gleichen billigen Rahmen aufgebaut. Ob man ein echtes Bahnrad vor sich hat, kann man an folgenden Indizien einschätzen:
  • nackte Ausfallenden ohne Schaltauge
  • Gabel und Rahmen ohne Bohrungen für Bremsen
  • keine Führungen für Schalt- und Bremsbowdenzuge am Rahmen
  • keine Gewinde für Flaschenhalter
  • mit Kitt verklebte Schlauchreifen, 27"

Finden sich an Rahmen und Gabel Ösen für Schutzbleche, dann ist es nicht einmal ein Rennrad, schon gar kein Bahnrad...

Kriteriumsrad

Diese spezielle Art ist heute nicht mehr allgemein gebräuchlich. Aufgrund der vielen Kurven bei Kriteriumrennen wird ein höheres Tretlager und/oder kürzere Tretkurbeln benötigt. Meist wird bei diesen Rundrennen in der Stadt lediglich ein kürzerer Kurbelsatz (165 mm statt 175 mm) angebaut. Wegen höherer Querbelastungen durch häufige Querlagen sowie häufiges Sprinten werden gern statt der üblichen 2,0-1,6-2,0 mm DD Speichen solche mit 1,8 mm Mitteldurchmesser eingebaut. Pedale werden so gewählt, dass die Füße möglichst hoch über den Pedalachsen liegen. Als Bereifung finden 27" Schlauchreifen bevorzugt Verwendung.

Steherräder

sind sehr groß übersetzte Bahnräder zum Fahren im Windschatten von Motorrädern auf der Bahn mit Schlauchreifen. Steherräder haben einen sehr kurzen Radstand und ein höheres Tretlager als normale Rennräder. Außerdem ist das Vorderrad deutlich kleiner (24"). Aus diesem Grund muß die Gabel nach hinten gebogen sein, um den erforderlichen Nachlauf zu erzielen.

Triathlonräder

werden speziell auf gute Aerodynamik ausgelegt. Die Einengungen der UCI zählen nicht, deshalb sind diese Räder schneller als Zeitfahrmaschinen. Die Unterarme liegen auf dem Lenker, geschaltet wird am Vorderteil des Lenkeraufsatzes.

MTB von BMW (2006)

Mountainbikes

kamen Ende der 80er Jahre in Mode. Sie ermöglichen das Fahren auf unbefestigten Wegen. Nachdem Mitte der 90er der Absatz stagnierte, wurde die Federung für Fahrräder erfunden, was dem Absatz sehr zugute kam.

Da von der Industrie immer wieder andere Geometrien erfunden werden, wird der Absatz hochgehalten.

Prinzipiell sind Mountainbikes nur 26" Fahrräder mit breiter Bereifung und meist Federung. Nur wenige Räder sind wirklich stabiler als hochwertige Rennräder, die Stabilität von Reiserädern wird auch von Spitzenmodellen nicht erreicht.

Elektrofahrräder

haben einen zusätzlich eingebauten Elektromotor. Diese Räder sind in den letzten Jahren beliebt geworden, da die Akkutechnik starke Fortschritte gemacht hat und so Räder entstehen konnten, die auch über längere Zeit nennenswerte Elektrounterstützung liefern. Es werden dabei aus verkehrsrechtlicher Sicht folgende Typen unterschieden:

  • Fahrräder mit limitierter Tretunterstützung, Pedelec genannt
  • Fahrräder mit unlimitierter Tretunterstützung, schnelles Pedelec genannt
  • Fahrräder mit tretunabhängigem Zusatzantrieb, E-Bike oder E-Roller genannt
  • Elektroräder ohne Tretantrieb, E-Bike oder E-Scooter genannt.

Der Motor ist heute meist in der Vorderradnabe oder in der Nähe des Tretlagers untergebracht, Druckrollenmotoren sind selten anzutreffen. Nähere Infos zu Elektrofahrrädern: Elektrofahrrad.net



Fahrräder für jeden Tag


Tourenräder

(manchmal auch Stadtrad oder City-Rad genannt) sind schwere Räder mit oder ohne Gangschaltung. Dieser Fahrradtyp soll bequemes Fahren in der Stadt bei aufrechter Sitzposition ermöglichen. Auch wenn es der Name suggeriert, sind Tourenräder nicht für längere Touren ausgelegt.

Dies aufrechte Sitzposition erschwert das Zurücklegen langer Strecken erheblich. Tourenräder können relativ hohe Lasten befördern und besitzen nur selten eine Kettenschaltung. Eine Sonderform der Tourenräder stellen die sogenannten "Hollandräder" dar, welche einen geschlossenen Kettenkasten und nach hinten offene Ausfallenden besitzen.

modernes Reiserad mit blockierbarer Federung

Reiseräder

sind speziell für Radreisen hergestellte Fahrräder mit einer Geometrie, die von denen üblicher Fahrräder abweicht.

Reiseräder sind darauf ausgelegt, hohe Lasten zu transportieren und mit sehr robusten und langlebigen Teilen ausgestattet. Das Gewicht steht dabei im Hintergrund, es sind die schwersten Fahrräder (abgesehen von Lastenfahrrädern). Reiseräder sind sehr gutwillig im Fahrverhalten, verzeihen Fahrfehler viel eher als andere Fahrradtypen. Allerdings sind abrupte Lenkmanöver problematisch.

Reiseräder haben fast immer Bereifung 28", Mountainbikes sind wenig geeignet, weil man mit dem Hacken an die hinteren Packtaschen stößt und kaum noch ungefederte MTB's am Markt erhältlich sind.

Sie besitzen nur selten eine Federung, weil dies die Fahrstabilität zu stark einschränken würde. Die Produktion von Federsystemen für Reiseäder wurde aufgrund nicht vorhandener Nachfrage eingestellt.

Reiseräder bieten ein zulässiges Systemgewicht von 150 kg oder mehr, ca. die Hälfte der am Markt lieferbaren Räder ist mit der Rohloff Speedhub 500/14 ausgerüstet. Das Eigengewicht beträgt bei extremen Leichtbauten 13 kg, üblicherweise 16-19 kg. Low-Rider sind immer vorhanden, Vordergepäckträger selten geworden, weil kaum noch welche angeboten werden.[1]

Übliche Verschleißwerte an (vollbeladenen) Reiserädern auf 10.000 km, was ein guter Jahreswert für fleißige Alltagsradler ist:[2]

  • 21 Platten
  • 4 abgefahrene Reifen
  • 1 kaputte Felge
  • 1 abgenutzte Bremsklötze
  • 3 Ketten
  • 2 Radlerhosen

Die recht häufigen Platten und abgefahrenen Reifen, welche deutlich öfter auftreten als bei jedem anderen Fahrradtyp, sind auf die hohe Belastung durch das im Vergleich zu Normalrädern doppelte Systemgewicht zurückzuführen. Der höhere Preis von pannensicherer Bereifung lohnt meistens wegen des enormen Verschleißes nicht. Es gibt aber auch Ausnahmen. So hat bei Peter Smolkas zweiter Weltumrundung der erste Reifen 25.000 km gehalten[3].

Trekkingräder

werden auch Crossbike oder ATB (All Terrain Bike) genannt. Vereinfacht gesagt ist es ein Rennrad mit MTB-Ausstattung und für schnelles Vorankommen in der Stadt gedacht.

Die Bereifung ist dicker als bei Rennrädern, aber deutlich dünner als bei Mountainbikes. Trekkingräder können mit mehreren Gepäckträgern ausgestattet werden, allerdings leidet die Fahrstabilität unter zu hoher Last, weil der Radstand deutlich unter dem von Reiserädern ist und die Rahmengeometrie und -dimensionierung nicht darauf ausgelegt sind.



Exoten


BMX

wurden ursprünglich als Kinderfahrrad gebaut, werden für Kunststücke benutzt, sind zur Fortbewegung nur für Kinder geeignet.

ConferenceBike

ist ein Fahrrad, bei dem bis zu 7 Personen im Kreis sitzen. Dieses Fahrrad besitzt Autobereifung, 2 unabhängige Bremssysteme und einen Kardanantrieb. Es hat als rein muskelkraftbetriebenes Fahrzeug den selben Status wie ein Fahrrad und darf somit auf der Straße fahren. Wegen seiner Breite braucht es keine Radwege zu benutzen.

Cruiser

sind schwere und unhandliche Fahrräder mit Minimalausttattung. Die Sitzposition ist unbequem und aufrecht, auch wenn es bequem aussieht. Aussehen und Gewicht orientiert sich etwas an Motorrädern.

Dreiräder

sind als Kinderrad oder Behindertenfahrräder sowie in Sonderfertigungen erhältlich. Liegedreiräder sind sehr schnell und bequem.

Lastenfahrräder

werden für die Post oder Kurierdienste gefertigt. Es sind Spezialanfertigungen, die extrem schwer und stabil sind sowie überdimensionierte Gepäckträger und Ständer haben. Dieser Fahrradtyp ist als Kindertransportmittel in den Niederlanden weit verbreitet.

Liegeräder

sind noch nicht sehr verbreitet, die Benutzer dieser Räder schwören aber darauf. Das Fahren mit Liegerädern ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, dann aber sehr komfortabel. Man erreicht etwas höhere Geschwindigkeiten, weil man dem Fahrtwind weniger Widerstand bietet. Da sich die Technik teilweise von Standardrädern unterscheidet, sind weniger erfahrene Fachwerkstätten manchmal überfordert. Bei Interesse kann es sinnvoll sein, an einem der in vielen Regionen monatlich stattfindenden Liegeradlertreffs einmal teilzunehmen.

Rikschas

sind zweiachsige, meist dreirädrige Gefährte zur Personen- oder Lastenbeförderung. Sehr verbreitet sind sie in Asien. Andere Namen sind Fahrradtaxi oder Velotaxi. Erfunden wurde die Fahrradrikscha in Japan, weil Europäer die engen japanischen Sänften nicht benutzen konnten.

Velomobile

sind Einpersonenfahrzeuge. Velomobile haben mindestens eine Dreiviertel- Verkleidung die einer Verbesserung der Aerodynamik und oder der Wettersituation dient. Dreirädridge Velomobile bieten folgende Vorteile: Speed, Regenschutz, Kälteschutz, Sitzkomfort, Fahrstabilität, Transportkapazität, Nachteile: benötigen Stellplatz, schwer, langsam bergauf, teuer



www.fahrrad-xxl.de


Rahmengeometrie

Vergleich der Rahmengeometrie Rennrad-Reiserad

Diese Grafik zeigt den recht drastischen Unterschied der Rahmengeometrien zweier Räder, die beide RahmenhÖhe 600 mm haben. Schwarz stellt das Bahnrad dar, blau das Reiserad.

Besonders deutlich wird der Unterschied beim Abstand der Reifen zum Rahmen. Das Vorderrad ist so weit hinten, daß ungeübte Fahrer beim Lenken mit dem Schuh anstoßen und schnell stürzen. Echte Rennradgeometrien sind für Anfänger nicht geeignet. Durch den kurzen Radstand ist deses Rad sehr wendig, Laien würden das als "zappelig" bezeichnen, weil man einen guten Geradeauslauf nur mit viel übung schafft.

Das Reiserad hat einen extrem langen Radstand, womit es quasi von allein geradeaus fährt. Dies ist bei hoher Beladung auch notwendig. Die Sattelposition ist logischerweise identisch mit der des Bahnrades, der Lenker ist wesentlich höher platziert.

Fahrrad Radstand Oberrohr Unterrohr Kettenstreben Hinterbaustreben Abstand Reifen-Rahmen
Reiserad
1.130
580
655
470
575
60
Bahnrad
1.000
535
590
420
535
20



Weiterführende Links


Fußnoten
  1. RADtouren, das Radreise-Magazin 1/14; Seite 16-27; Jan Gathmann/Frank Gleitsmann: "Reisen auf Eisen"
  2. RADtouren, das Radreise-Magazin 1/14; Seite 10-15; Dorothee Kretzmar/Kurt Beutler: "Zweiradwohnung, 160.000 km in 10 Jahren"
  3. Reifer Reifen - Der Hinterreifen ist kaputt. Endlich!
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