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Fahrradkauf und Weihnachten

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Entscheidungshilfe FahrradkaufFahrradkauf und Weihnachten

Fahrradkauf und Weihnachten



Vor Weihnachten werden viele Fahrräder gekauft. Diese Zeit ist ebenso alljährlich Konjunktur wie das Frühjahr, wenn es wärmer wird. Dabei ist diese Zeit der denkbar ungünstigste Zeitpunkt für den Kauf eines Fahrrades. Klar, der Zeitpunkt bietet sich an, er ist aber taktisch unklug und sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Die folgenden Punkte treffen freilich nicht auf jeden Fahrradhändler zu, sie stellen nur eine allgemeine Entwicklung alljährlich gegen Jahresende dar.

  • Im Weihnachtsgeschäft sitzt das Geld lockerer als sonst, entsprechend ungerne werden von den Händlern hohe Rabatte gewährt. Es gibt ja genug andere Kunden, die in dieser Zeit kaufen.
  • Die Händler haben ihre Lager voll. Im Herbst wurde wenig verkauft, sie haben die "alten" Modelle des laufenden Jahres noch nicht ausverkauft, müssen aber beim Lieferanten schon die Modelle des kommenden Jahres bestellen und meist auch bezahlen. Sie wollen also Fahrräder loswerden. Aber das ist nur selten eine günstige Konstellation, man bekommt das, was der Händler verkaufen will und nicht immer das, was man wirklich braucht.
  • Wünsche nach einem Modell, was der Händler nicht schon gekauft hat, werden nur ungerne oder nicht erfüllt. Man möchte lieber Ladenhüter (also Modelle es aktuellen Jahres) loswerden als dem Kunden das Optimum verkaufen.
  • Die Vorweihnachtszeit ist für viele Fahrradläden eine kritische Zeit, da große Investitionen getätigt werden müssen und zum Jahresanfang eine Sauregurkenzeit kommt. Wenn jährliche Versicherungen ins Haus stehen und viel Geld für Weihnachten ausgegeben wurde, überlegt sich manch ein Kunde eine größere Investition wie ein Fahrrad doch eher.

Und genau deshalb sind die ersten Monate des Jahres, bevor die Saison losgeht, eine viel günstigere Zeit für einen Fahrradkauf. Ein Fahrrad muß doch nicht zwingend unterm Weihnachtsbaum stehen, ein Gutschein tuts auch. Und dann kann man im neuen Jahr in Ruhe etwas Schönes aussuchen, wenn der Beschenkte dabei ist, wird das auch eher das Wunschfahrrad. Und wenn man dann im neuen Jahr ein Modell des Vorjahres erwirbt, kann man ordentlich sparen und hat meist nur eine etwas ältere Optik bzw. Lackierung und (wenn überhaupt) geringfügig ältere Teile. Man kann da schnell 20% und mehr sparen.

Sonderangebote zu Weihnachten lohnen sich durchaus auch mal, dazu muß man sich aber in der Materie schon ein wenig auskennen. Wenn das Modell XYZ4000 als Auslaufmodell für 999 Euro angeboten wird und das aktuelle XYZ4100 1499 kostet, muß das überhaupt nichts heißen! Da muß man schon ziemlich genau hinsehen. Oft wird vom Kunden lediglich verglichen, welche Schaltung verbaut ist. Das wissen die Hersteller und sie reagieren schon lange entsprechend. Es gibt leider am Markt viele Mogelpackungen mit hochwertiger Schaltung und rundherum Billigkram.