Bearbeiten von „Einspeichen und Zentrieren“

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<div class="box">
|title=Einspeichen und Zentrieren von Laufrädern am Fahrrad
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<div class="boxtop">Laufr&auml;der einspeichen und zentrieren</div>
|keywords=Speichen, Felge, Nabe, Einspeichen, Zentrieren, Laufrad, Laufräder
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<div class="in">
|description=Wie speicht man ein Laufrad ein? Wie zentriert man es? Schritt-für-Schritt-Anleitung
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[[File:Laufrad-campa-vento.gif|thumb|Laufrad Campagnolo Vento]]
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<p>Da komplette Laufr&auml;der vergleichsweise billig sind, kommt das Einspeichen eigentlich nur bei hochwertigen Komponenten in Frage. Einspeichen ist eine relativ einfache handwerkliche Arbeit, man mu&szlig; es nur richtig machen und sich an gewisse Regeln halten. Das Zentrieren ist schon eher eine Kunst, hier hilft nur immer wieder &uuml;ben.</p>
{{Anker|oben}}
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<p>Die Meinungen &uuml;ber Sicherung der Nippel gehen auseinander. Man trifft die Auffassung, da&szlig; es empfehlenswert ist, Nippel mit Schraubensicherung gegen selbstst&auml;ndiges Lockern zu sichern. Ich lege die Nippel vor dem Einspeichen in &Ouml;l, so kann man die Speichen sch&auml;rfer anziehen. Ein selbstst&auml;ndiges Lockern habe ich noch nicht bemerkt.</p>
__NOTOC__
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<p>Radiales Einspeichen sowie besondere Speichenmuster wie auf dem Bild rechts bringen wesentlich weniger Stabilit&auml;t.</p>
{{Adsense-0}}
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<p>Systemlaufr&auml;der werden mit den Argumenten geringerer Masse und besserer Aerodynamik verkauft. In Wirklichkeit soll der K&auml;ufer an eine Marke gebunden werden, da die Felgen und/oder Naben und Speichen anderer Produkte nicht kompatibel sind. Die gr&Ouml;&szlig;te Stabilit&auml;t bringen bei gleichen Bedingungen klassisch gekreuzte Einspeichung, man bekommt auch &uuml;berall Ersatzteile. Exotische Speichenbilder bedingen auch sehr unterschiedliche Speichenspannungen und Belastungen der Nabe, bei radialer Einspeichung ist die nabe am st&auml;rksten belastet. Die Aerodynamischen Vorteile und Massedifferenzen sind allenfalls im Hochleistung bemerkbar.</p>
<div class="re">
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<p>Je h&Ouml;her der Nabenflansch einer Nabe ist, umso stabiler wird das Laufrad, da die Speichen dadurch k&uuml;rzer gew&auml;hlt werden k&Ouml;nnen. Aus diesem Grund werden auf der Bahn gern Hochflanschnaben benutzt, die zwar das Gesamtgewicht erh&Ouml;hen, aber eine wesentlich gr&Ouml;&szlig;ere Steifheit aufweiden. Meist k&Ouml;nnen diese Naben nur noch 2-fach gekreuzt eingespeicht werden.</p>
{{:Einspeichen und Zentrieren/Speichenrechner}}
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{{:Einspeichen und Zentrieren/Inhalt}}
 
 
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{{:Einspeichen und Zentrieren/Laufräder einspeichen und zentrieren}}
 
{{Kalenderblock}}
 
 
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{{:Einspeichen und Zentrieren/Einspeichen}}
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<div class="box">
{{:Einspeichen und Zentrieren/3 Öffnungen}}
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<div class="boxtop">Einspeichen</div>
{{:Einspeichen und Zentrieren/Die 10. Speiche}}
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<div class="in">
{{:Einspeichen und Zentrieren/Die 19. Speiche}}
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[[File:laufrad-einspeichen-04.jpg|thumb]]
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<p>Man beginnt stets an einem Nippelloch neben dem Ventil. Hinterr&auml;der mit Zahnkranzpaket haben rechts k&uuml;rzere Speichen, die eine h&Ouml;here Speichenspannung haben.</p>
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<p>Bei Hinterr&auml;dern ist au&szlig;erdem zu ber&uuml;cksichtigen, da&szlig; es aufgrund des Antriebs Zugspeichen gibt. Diese werden so eingesetzt, da&szlig; der Speichenkopf innen ist. Die Zugspeichen zeigen bei einem normalen Hinterrad nach hinten, wenn eine Scheibenbremse montiert ist, nach vorn, weil die Bremskr&auml;fte h&Ouml;her sind als die Antriebskr&auml;fte. Beim Vorderrad ist dies bei Scheibenbremse ebenfalls zu beachten.</p>
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<p>Dies bewirkt ein satteres Anliegen der Speiche auf der Nabenflanke, was Speichenbr&uuml;chen vorbeugt.</p>
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<p>Sollte die Nabenflanke zu schmal sein, so da&szlig; die Speichen darin wackeln, sollte man spezielle Unterlegscheiben benutzen.</p>
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<p>Die Nippel werden so weit auf die Speichen gedreht, da&szlig; mindestens noch 5 G&auml;nge Gewinde der Speiche zu sehen sind. Dies gilt nur bei exakt korrekter Speichenl&auml;nge, die man mit dem <a href="speichen.php">Speichenrechner</a> ermitteln kann. Die Speichen k&Ouml;nnen bis maximal 3 mm zu kurz gew&auml;hlt werden, dann riskiert man aber ein Ausrei&szlig;en des Gewindes. Sind die Speichen zu lang, riskiert man, da&szlig; sie den Schlauch durchstechen. In diesem Fall m&uuml;ssen die Speichen abgefeilt werden. Auch bei zu langen Speichen riskiert man ein Ausrei&szlig;en des Gewindes.</p>
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<div align="center"><img src="http://www.fahrradmonteur.de/pixel/einspeichen/laufrad-einspeichen-11.jpg" width="350" height="366" alt="Speichenbilder"><br /></div>
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Links: Radialeinspeichung, rechts 3-Kreuz-Einspeichung<br /><br />
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<img src="http://www.fahrradmonteur.de/pixel/einspeichen/laufrad-einspeichen-05.jpg" width="200" height="186" alt="die ersten 9 Speichen" align="right">
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<p>Es gibt 3 verschiedene "&Ouml;ffnungen" am fertigen Laufrad, die gr&Ouml;&szlig;te, rote &Ouml;ffnung "3" am Ventil soll sicherstellen, da&szlig; man <a href="http://www.preis.de/katalog/Luftpumpen/7,1220,1514,2800.html" class="ext" target="_blank">Luftpumpe</a> oder Kompressorschlauch bequem positionieren kann. </p>
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<p>Deshalb ist die Nabe nach Einf&auml;deln der ersten 9 Speichen so zu drehen, da&szlig; diese gro&szlig;e &Ouml;ffnung entsteht.</p>
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<p>Die Nabe h&auml;ngt zu diesem Zeitpunkt noch sehr lose in der Felge, man hat den Eindruck, als w&auml;rendie Speichen zu lang.</p>
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<img src="http://www.fahrradmonteur.de/pixel/einspeichen/laufrad-einspeichen-06.jpg" width="200" height="136" alt="" align="right">
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<p>Bei der 10. Speiche wird erstmals hinterzogen, die Kreuzungen 1 und 2 liegen hinter der anders gerichteten Speiche, bei der 3. Kreuzung liegt die Speiche davor. Diese Methode ist beim gesamten Laufrad anzuwenden.</p>
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<p>Besonders steife Laufr&auml;der erh&auml;lt man, wenn die Kreuzung "3" mit d&uuml;nnem Kupferdraht mehrmals umwickelt und danach verl&Ouml;tet wird. Diese Methode ist fast nur noch im Bahnradsport anzutreffen.</p>
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<img src="http://www.fahrradmonteur.de/pixel/einspeichen/laufrad-einspeichen-07.jpg" width="200" height="169" alt="" align="right">
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<p>Hat man die ersten 18 Speichen eingespeicht, kann man bereits grob absch&auml;tzen, ob man die richtige Speichenl&auml;nge gew&auml;hlt hat.</p>
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<p>Wenn man absehen kann, da&szlig; die Speichen geringf&uuml;gig zu kurz sind, sillten jetzt alle Nippel 2 Umdrehungen zur&uuml;ckgedreht werden.</p>
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<img src="http://www.fahrradmonteur.de/pixel/einspeichen/laufrad-einspeichen-08.jpg" width="200" height="203" alt="" align="right">
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<p>Diese Stelle ist das Komplizierteste am Einspeichen - und eigentlich ist es ganz einfach.</p>
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<p>Mit der <strong>19. Speiche</strong> (gr&uuml;n) fluchtet man senkrecht durch ein beliebiges Loch in der Nabe zur gegen&uuml;berliegenden Seite. Dort hat diese Speiche 2 potentielle "Partnerspeichen" (rot und blau).</p>
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<p>Manchmal fluchtet man genau zwischen 2 Speichen, manchmal ist aber erkennbar, da&szlig; eine der Partnerspeichen n&auml;her am Fluchtpunkt liegt, in diesem Fall die blaue.</p>
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<p>Partnerspeichen haben ihren Kopf auf der gleichen Seite der Nabe.</p>
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<img src="http://www.fahrradmonteur.de/pixel/einspeichen/laufrad-einspeichen-09.jpg" style="padding-top:5px;" width="200" height="144" alt="" align="right">
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<p>Ist die 19. Speiche drin, h&auml;lt man das Laufrad an der Nabe und sch&uuml;ttelt es hin und her. danach sollten die Partnerspeichen blau und gr&uuml;n etwa gleich weit aus der Felge herausgucken.</p>
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<p>Wenn eine der beiden fast um Nippell&auml;nge aus der Felge ragt, wurde falsch gelotet.</p>
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<img src="http://www.fahrradmonteur.de/pixel/einspeichen/laufrad-einspeichen-10.jpg" width="200" height="211" alt="" align="right">
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<p>Es empfiehlt sich, erst die Speichen mit Au&szlig;enkopf einzuziehen, weil sonst das Ganze zur Fummelei ausartet. Der Rest ist nur noch Flei&szlig;arbeit. Wenn alle Speichen drin sind, sollte man nochmal kontrollieren, ob sie gleich weit aus der Felge ragen. Ist dies nicht der Fall, m&uuml;ssen alle bis zur 18. Speiche wieder raus.</p>
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<p>Beim Einf&auml;deln der Speichen mu&szlig; man diese etwas verbiegen, das ist nicht kritisch, weil sie ausreichend elastisch sind. Beim Zentrieren werden sie so stark gespannt, da&szlig; Verbiegungen verschwinden. Beim Einf&auml;deln sollte man darauf achten, da&szlig; das Speichenende nicht die Felge zerkratzt, lieber etwas mehr biegen und den Daumen auf das Ende der Speiche!</p>
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<div class="re">
 
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{{:Einspeichen und Zentrieren/Werkzeug}}
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<div class="box">
{{:Einspeichen und Zentrieren/Start}}
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<div class="boxtop">Werkzeug</div>
{{:Einspeichen und Zentrieren/Grobes Zentrieren}}
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<div class="in">
{{:Einspeichen und Zentrieren/Feineinstellungen}}
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<img src="http://www.fahrradmonteur.de/pixel/einspeichen/laufrad-einspeichen-01.jpg" width="200" height="122" alt="Nippelspanner" align="right">
{{:Einspeichen und Zentrieren/Achter reparieren}}
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<p>Man ben&Ouml;tigt einen guten Nippelspanner, die abgebildeten "Spokey" sind f&uuml;r gelegentlichen Gebrauch gut geeignet.s</p>
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<p>Es gibt den Spokey auch mit doppeltem Metalleinsatz, dieser ist f&uuml;r Werkstatteinsatz ausgelegt.</p>
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<p>Ebenfalls empfehlenswert sind die Nippelspanner von Park Tool, sie bieten zudem den Vorteil, da&szlig; man sie bequem an einem Karabiner tragen kann.</p>
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<p>In der Billigecke angesiedelt sind die (meist runde) Ganzmetallspanner, welche mehrere Speichengr&Ouml;&szlig;en in einem Ger&auml;t vereinen. Da sie verchromt sind, sind sie zudem sehr ungenau. Von Park Tool gibt es einen dreieckigen sehr guten Ganzmetallspanner, der sich gut f&uuml;r unterwegs eignet.</p>
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<img src="http://www.fahrradmonteur.de/pixel/einspeichen/laufrad-einspeichen-02.jpg" width="200" height="97" alt="Zentrierlehre" align="right">
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<p>Au&szlig;erdem ben&Ouml;tigt man eine Zentrierlehre, die es in mehreren Ausf&uuml;hrungen gibt. Eine einfache Lehre reicht v&Ouml;llig aus.</p>
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<p>Mit etwas Routine und Augenma&szlig; kann eine Zentrierlehre verzichtbar sein, was anfangs - gerade bei Hinterr&auml;dern mit Zahnkranzpaket - kaum gegeben ist. Gute Zentrierst&auml;nder haben Markierungen, die eine Feinzentrierung erlauben (siehe Foto unten).</p>
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<div align="center"><img src="http://www.fahrradmonteur.de/pixel/einspeichen/laufrad-einspeichen-03.jpg" width="350" height="329" alt="Montagest&auml;nder"></div>
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<p>Ein <strong>guter</strong> Zentrierst&auml;nder ist Grundvoraussetzung. Es geht zur Not auch mit einer ausgedienten gabel, das Ergebnis wird aber nie so genau wie mit einem echten Zentrierst&auml;nder.</p>
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<div class="boxtop">Zentrieren</div>
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<p>Es ist illusorisch, zu erwarten, da&szlig; Zentrieren beim ersten Versuch gelingt. Deshalb sollte man sich daf&uuml;r nicht gerade sein bestes laufrad aussuchen.</p>
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<p>Ein ganz wichtiger Grundsatz, den man stets beherzigen sollte: <em><strong>"langsam ist schneller"</strong></em>. Man ist versucht, nach einem gegl&uuml;ckten Versuch beim zweiten mal alles schneller hinzubekommen, indem man alle Nippel geleich mehrere Umdrehungen anzieht. Im Extremfall kann man sich dabei die Felge ruinieren!</p>
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<h2>Neuanfertigung</h2>
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<p>Bei Neumaterial ist es am einfachsten, Speichen sind (zumindest seitenweise) gleich lang, die Felge sollte absolut gerade sein.</p>
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<h3>Start</h3>
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<p>Man zieht erstmal alle Nippel so weit, da&szlig; noch 2 oder 3 Gewindesteigungen sichtbar sind. In diesem Zustand sollte das Laufrad schon so fest sein, da&szlig; man verbogene Speichen nicht mehr als solche erkennt. Das Biegen der Speichen beim Einspeichen ist normal und v&Ouml;llig unsch&auml;dlich.</p>
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<p>Prophylaktisch sollte man nun testen, ob alle Speichen in etwa die gleiche Spannung aufweisen - wenn nicht, stimmt irgendwas nicht, vielleicht ist eine zu lange oder zu kurze Speiche dabei?</p>
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<h3>grobes Zentrieren</h3>
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<p>Ab jetzt sollte man sp&auml;testens im Zentrierst&auml;nder arbeiten und erstmal kontrollieren, ob das Rad einen H&Ouml;henschlag hat, was eigentlich unm&Ouml;glich ist. Falls ein H&Ouml;henschlag vorhanden ist, beseitigt man ihn durch vorsichtiges anziehen der rechten und linken Speiche in dem Bereich, in dem die Felge zu dicht an der Lehre ist. alternativ kann man "L&Ouml;cher" durch L&Ouml;sen beseitigen.</p>
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<p>Danach werden Speichen rundum gleichm&auml;&szlig;ig angezogen, sinnvollerweise beginnt man am Ventilloch. Ich empfehle ausdr&uuml;cklich, die Nippel dabei nicht mehr als eine Viertelumdrehung zu spannen. 2-3 mal rund ums Laufrad sollte gen&uuml;gen. Wenn die ersten Speichen anfangen, zu "singen", sollte man noch h&Ouml;chstens die gerade angefangene Runde beenden.</p>
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<p>Ob das Rad in diesem Moment einen H&Ouml;hen- oder Seitenschlag hat, ist unerheblich. Also raus aus dem Zentrierst&auml;nder und ein erstes Mal maltr&auml;tieren. Man legt das Rad auf den Boden oder einen stabilen Tisch und dr&uuml;ckt es beidseitig relativ brutal nach unten, wiederholt das ganze mehrmals von beiden Seiten. Diese Prozedur simuliert die sp&auml;teren Belastungen bei Radeln.</p>
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<h3>Feineinstellung</h3>
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<p>Wieder im Zentrierst&auml;nder, kann es sein, da&szlig; das Rad deutlich eiert. Nach Kontrolle des H&Ouml;henschlages beseitigt man grobe Seitenschl&auml;ge durch maximal Viertelumdrehungen der Nippel gegen&uuml;ber der Seite, die die Zentrierlehre ber&uuml;hrt. dabei sieht man die 1 oder 2 Speichen an der Stelle des st&auml;rksten Schlags &frac14; Umdrehung und die anderen jeweils etwas weniger. Das Rad mu&szlig; nicht optimal rundlaufen, weil abermals abgedr&uuml;ckt wird.</p>
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<p>Wenn diese Prozedur mehrere Male wiederholt wurde, singen so ziemlich alle Speichen, dann zentriert man durch Spannen und L&Ouml;sen der jeweiligen Bereiche.</p>
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<img src="http://www.fahrradmonteur.de/pixel/einspeichen/zentriboy.gif" width="200" height="293" alt="Zentriboy" align="right">
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<p>Optimal zentrierte Laufr&auml;der sind bis zu 1/10 mm genau, was man aber nur mit sehr hochwertigen Rennradfelgen erreicht.</p>
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<p>F&uuml;r derartige Feinsteinstellungen gibt es eine spezielle Me&szlig;uhr, Zentriboy genannt. Dieses Me&szlig;ger&auml;t ist mit 100 Euro aber auch recht teuer. Das Ger&auml;t wurde urspr&uuml;nglich entwickelt, um ein Laufrad im eingebauten Zustand zu zentrieren. Von dieser Methode ist aber abzuraten, weil man nicht einsch&auml;tzen kann, obman dabei Speichen soweit zieht, da&szlig; sie den Schlauch besch&auml;digen k&Ouml;nnen.</p>
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<p>In Verbindung mit einem Zentrierst&auml;nder (den der Zentriboy eigentlich ersetzen soll), ist eine extrem genaue Einstellung m&Ouml;glich, was aber eigentlich nur bei Keramik-beschichteten Felgen funktioniert, weil der Felgensto&szlig; schon allein ungenauer ist.</p>
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<h2>Achter reparieren</h2>
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<p>Hier gilt prinzipiell das oben Gesagte. Eine leichte Acht kann man durch vorsichtiges Spannen von 5 bis 7 Speichen beseitigen, hierbei gilt wieder: ganz vorsichtig anfangen!</p>
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<p>Bei einem H&Ouml;henschlag ist es komplizierter. Wenn man ausschlie&szlig;en kann, da&szlig; die Felge wegen zu wenig Reifendruch abgeplattet ist (dann ist sie Schrott), beseitigt man zuerst den H&Ouml;henschlag durch L&Ouml;sen <strong>und</strong> Spannen, danach die eventuell vorhandenen Seitenschl&auml;ge.</p>
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<p>H&Ouml;henschl&auml;ge beseitigt man prinzipiell durch gleichgerichtetes Spannen oder L&Ouml;sen von Speichen im fraglichen Bereich, Seienschl&auml;ge durch L&Ouml;sen und Spannen von Speichen im Bereich des Schlages.</p>
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</div>
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</div>
 
</div>
 
</div>
<br clear="all" />
 
{{:Einspeichen und Zentrieren/Weiterführende Links}}
 
{{:Fuszbox-Fahrradtechnik}}
 
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