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Schnellspanner

Aus Fahrradmonteur
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Schnellspanner haben einen Exzentermechanimsus, der es erlaubt, die Spannung zu lösen und somit Laufräder leicht auszubauen, die Sattesltütze komfortabel ohne Werkzeug zu verstellen oder eine Felgenbremse ohne Lösen des Bremszugs so weit zu öffnen, dass man das Laufrad hindurchführen kann.

Laufrad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schnellspannmechanismus wurde in den 1920ern von Tullio Campagnolo erfunden als er einen platten Reifen auf dem Croce d'Aune Pass in den italienischen Alpen erlitt. Seine unterkühlten Finger waren nicht in der Lage, die Flügelmuttern zu lösen, die seine Laufräder hielten.

Als die Schnellspanner-Laufräder sich auf dem Markt weiter verbreiteten, sorgten einige ignorante Benutzer des Systems für eine Serie von Unfällen durch herausfallende Vorderräder. Die resultierenden Klagewellen führten zur Einführung so genannter Lawyer Lips an den meisten Gabeln, was den Komfort des Schnellspannermechanimus deutlich schmälerte.

Es ist wichtig zu wissen, dass es gute und schlechte Schnellspanner-Systeme am Markt gibt. Leider sind die schlechten den guten zahlenmäßig überlegen.

Vor einiger Zeit wurde über die Sicherheit von Schnellspannern in Verbindung mit Leichtbau-Schnellspannern spekuliert. Dazu gibt es einen guten Artikel von James Annan.

Bremse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um einen Laufradwechsel zu vereinfachen haben die meisten Hochleistungsfahrräder einen Schnellspannermechanismus an der Bremse, der es erlaubt, die Bremse ein klein wenig mehr als notwendig zu öffnen. So passt der Reifen zwischen den Bremsbacken hindurch.

Manche Schnellspannermechanismen sind am Bremshebel angebracht. Dies ist der beste Ort für diese. Mit diesem System funktionieren die Bremsen auch dann normal weiter, wenn der Fahrer vergessen hat, den Schnellspanner nach der Benutzung wieder zu schließen.

Andere Schnellspannermechanimsen sind direkt an der Bremszange oder dem Querzugträger angebracht. Hier muss der Mechanismus nach der Benutzung in jedem Fall wieder geschlossen werden, da sonst kein Zug auf die Bremse übertragen wird. Die besseren Schnellspannermechanismen am der Bremszange haben eine Verstellmöglichkeit. So können auch leicht beschädigte Laufräder gefahren werden, ohne dass diese ständig an einen Bremsschuh schleifen.

Sattelstütze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den frühen Tagen des Mountainbike haben die Fahrer gerne die Sattelstütze für Bergauffahrten weit herausgezogen, um effizient pedalieren zu können. Dann haben sie die Sättel herunter gelassen, um bergab mehr Kontrolle zu haben. Bergab muss man weniger pedalieren und die niedrige Sattelstellung macht es möglich, dass man sein Körpergewicht leicht hinter den Sattel und wieder nach vorne bewegen kann.

Dieses Merkmal wurde auch für den Massenmarkt übernommen. Naive Fahrradkäufer halten den Schnellspannmechanimus an der Sattelstütze für ein schickes Merkmal. Für die meisten Fahrer ist das aber eher ein praktisches Problem als eine Hilfe. Im speziellen sind die Mountainbikes, die fast ausschließlich in der Stadt bewegt werden gefährdet. Die Sättel sind leicht zu stehlen. Dieses Problem war vor der massenhaften Einführung von Schnellspannern am Sattel nicht präsent.

Mitte der 1980er Jahre gab es auch Sattelstützen mit Schnellspannern an der Sattelklemmung, damit der Sattel leicht nach vorne und hinten verschoben werden konnte. Dies war wohl eher eine Lösung die nach dem passenden Problem suchte und hat sich am Markt nicht durchgesetzt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Quelltext bearbeiten]

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Dieser Artikel basiert auf dem Glossar von der Website Sheldon Browns. Der Originalautor des Artikels ist Sheldon Brown. Die deutsche Übersetzung stammt von bikegeissel, der übersetzte deutsche Artikel ist auf Schnellspanner in Wikipedalia zu finden.


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