Öffnen der Kette

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KettenmontageÖffnen der Kette

Öffnen der Kette


In dieser Beschreibung betrachte ich die obere Kette von rechts, also ist rechts im Bild das Kellenblatt, links der Zahnkranz oder das Zahnkranzpaket. Bildlich gesehen kniee ich jetzt also rechts neben dem Rad.

Kettenmontage-1.jpg

Hier ist der Ausgangszustand dargestellt. Ich suche mir irgendeine Außenlasche (hier rot dargestellt), die nach vorne zeigt. Die Kettenbolzen sind blau dargestellt, der zum Öffnen und Schließen der Kette verwendete Nietbolzen erscheint in Chrom.

Eine Kette ist komplizierter aufgebaut, als es diese Skizzen darstellen, die Vereinfachung dient der Verständlichkeit.

Achte beim Ansetzen des Kettennieters darauf, daß dieser nicht verkantet ist, falls dies doch mal geschieht, merkst du das daran, daß der Niet schwergängig ist. Man braucht beim Kettennieten keine Gewalt! Wenn irgendwas sehr schwer geht, stimmt was nicht.

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Wenn die Kette erneuert wird, die gebrauchte also ohnehin auf den Schrott wandert, ist nichts weiter zu beachten, man schiebt den Bolzen aus der Kette raus und wirft sie weg. Oder einfach die Kette mit einem Bolzenschneider durchtrennen. Sieht brutal aus, ist aber schnell und effektiv.

Falls in der Werkstatt noch keine Kettenpeitsche zur Zahnkranzmontage existiert, sollte man sich einen Teil der Kette dafür zurückhalten, solche Peitschen sind mit einem Stück dickem Blech schnell selbst gebaut.

Ein Stück alte Kette kann man prima zum Üben mit dem Kettenwerkzeug verwenden, so ruiniert man keine neue Kette.

Kettenmontage-3.jpg

Soll die Kette weiterverwendet werden, drückt man den Stift nur soweit heraus, daß er auf der gegenüberliegenden Seite (dem Laufrad zugewand) noch in der Außenlasche steckt. Die Kette soll gedreht werden, damit sie nach dem Wechsel anders belastet wird. Dadurch wird der Gesamtverschleiß geringer. Nach mehrmaligem Drehen leiert sie jedoch umso schneller aus.

Dies erfordert etwas Übung, hier ist es besser, wenn man lieber mehrmals probiert. Wenn der Bolzen erstmal die Kette verlassen hat, bekommt man ihn nur schwer wieder hinein. Also drückt den Stift nur so weit heraus, wie es unbedingt nötig ist, drückt lieber später nochmal nach.