Fahrradsitz

Aus Fahrradmonteur
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Da bei Liegerrädern die Tretbewegung des Fahrers nach vorne erfolgt, ist es möglich, statt eines Sattels einen Fahrradsitz zu montieren. Fahrradsitze gibt es in zwei Versionen, Schalensitze und Bespannsitze. Fahrradsitze haben einen generellen Vorteil gegenüber dem Sattel, da inbesondere bei längeren Fahrstrecken der gesamte Rumpf des Fahrers gestützt und entlastet wird. Gesäß und Genitalbereich werden nicht durch den beim Sattel üblichen Druck belastet; Liegeradfahrer brauchen daher keine gepolsterten Radhosen zu tragen.

Datei:ICE B1 1.jpg
Schalensitz mit Polsterauflage
Gepolstere Sitzfläche, Gurtbespannung der Rückenlehne
Datei:Kurzlieger Toxy CL.jpg
Einteiliger Bespannsitz mit Gewebebespannung

Schalensitze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Sitze bestehen üblicherweise aus Holz, bruchfestem Kunststoff, Metall oder Carbon. Um sie bequemer zu machen, werden sie mit einem atmungsaktiven Sitzpolster versehen. Dieses dient im Sommer auch zur Aufnahme von Körperfeuchtigkeit, wenn der Fahrer schwitzt, und im Winter zur Isolierung gehen Kälte. Vorteile des Schalensitzes sind seine Stabilität, seine Stützwirkung auf den Rücken beim Beschleunigen des Fahrrades. Von Nachteil ist seine starre Konstruktion und seine mangelnde Belüftung.

Bespannsitze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Bespannsitz besteht aus einem Metallrahmen für Sitzfläche und Rückenlehne, der mit elastischem, reißstabilem Kunststoffgewebe oder breiten Gewebegurten stramm bespannt ist. Sitzfläche und Rückenlehne können mit einteilig oder zweiteilig bespannt sein. Ergomesh-Sitze haben lediglich eine bespannte Rücklehne, die Sitzfläche ist mir einem Polster bezogen. Vorteile des Bespannsitzes sind seine Anpassung an verschiedene Körperformen, seine zusätzliche Federwirkung und seine gute Belüftung. Die Nachteile liegen in der geringeren Dauerfestigkeit des Bespannmaterials und einer geringeren Stützwirkung auf den Rücken des Fahrers beim Beschleunigen.

Vorlage:Bestandteile