Zahnkranz: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 26. März 2014, 14:59 Uhr

Ritzel

Zahnkranz oder Zahnkranzpaket werden die Zahnräder am Hinterrad genannt. Sie sind entweder durch ein Stecksystem oder über ein Gewinde mit der Nabe verbunden und stellen die Verbindung des Laufrads über die Kette zur Tretkurbel her.

Die Bezeichnung von mehreren Zahnkränzen, die zu einer Einheit zusammengefasst sind, ist je nach Ausführung und Redeart Zahnkranzpaket, Kassette, Ritzelpaket oder Schraubkranz. Einzelne Zahnkränze können vor allem an Rädern mit Nabenschaltung oder mit Singlespeedantrieb vorgefunden werden.

Die Zähnezahl der einzelnen Zahnkränze hat im Zusammenspiel mit der Zähnezahl des Kettenblatts Einfluss auf die Übersetzung des Antriebes und damit auf die Entfaltung.

Materialien

Als Materialien kommen vor allem Stahl (durch Vergütung gefestigter Stahl oder durch Oberflächenveredelung behandelter Stahl zur Verschleissreduzierung), hochfestes Aluminium (Aluminiumlegierungen) oder auch Titanlegierungen in Frage. Titanritzel finden aufgrund der hohen Herstellungskosten vor allem nur bei sehr hochwertigen Rädern ihren Einsatz.

Zahnkranzpaket

Zahnkränzpakete sind an Fahrrädern mit Kettenschaltung zu finden und lassen sich bauartbedingt grundsätzlich unterscheiden in solche, die einen integrierten Freilauf haben (Schraubkranz) und solche die auf einen externen Freilaufkörper der Nabe gesteckt werden (Kassette).

Kassette

Datei:Kassette.jpg
Beispiel: Kassette

Kassetten bestehen aus einer Einheit von mehreren Ritzeln und sind aktueller Stand der Technik. Sie werden auf den Freilaufkörper von Freilaufnaben gesteckt und befestigt. Moderne Kassetten haben bis zu elf Ritzel.

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Schraubkranz

Schraubkränze haben einen integrierten Freilauf und werden auf Schraubkranznaben geschraubt und so befestigt. Sie sind in den 1990er Jahren immer weiter durch Kassetten verdrängt worden und als Geschichte anzusehen. Im Handel ist dennoch oft noch Ersatz zu finden.

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Ritzel für den Singlespeed-Antrieb

Singlespeedräder haben nur einen Gang und werden entweder mit Freilauf gefahren oder starr (fixed-gear; starre Nabe). Dafür gibt es Ritzel mit unterschiedlichen Nabenaufnahmen (Befestigungen).

Bahnritzel

Datei:Dura Ace track cog.jpg
Dura-Ace-Bahn-Ritzel

Bahnritzel sind Ritzel, die für den starren Gang Verwendung finden. Für die Befestigung gibt es unterschiedliche Systeme. Sie werden entweder auf einen auf das Nabengewinde geschraubten und durch einen Konterring (Lockring) gesicherten Ritzelträger gesteckt oder direkt auf das Nabengewinde geschraubt und mit einem Lockring gekontert.

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Fixel

Fixel sind eine Sonderart an Ritzeln für den starren Antrieb. Sie werden nicht wie bei Bahnritzeln üblich geschraubt, sondern mit Schrauben über Bohrungen am Ritzelkörper an der Scheibenbremsaufnahme einer Vorderradnabe befestigt. Dieser Ritzeltyp ist von ambitionierten Starrgangfahrern im Selbstbau entstanden, wird mittlerweile aber auch kommerziell hergestellt.

Freilauf-Ritzel

Freilaufritzel haben einen integrierten Freilauf und können auf Schraubkranznaben geschraubt werden. Sie gibt es in unterschiedlichen Qualitäten und Preisklassen zu erwerben. Die Haltbarkeit von billigen Varianten (meist BMX-Ritzel) ist in der Regel begrenzt, u.a. durch eine schlechte Dichtung, die insbsonders bei Regenfahrten schnell zu Lagerschäden führen kann. Unerreicht scheinen die Freilaufritzel mit dem Markennamen ENO des Herstellers White Industries zu sein. Diese sind allerdings auch in einer recht hohen Preisklasse anzusiedeln.

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Singlespeed-Ritzel für Kassettennaben

Datei:Ss-antrieb.jpg
Selbstbau aus einer alten Kassette

Singlespeed-Ritzel für Kassettennaben sind Ritzel, die für den Bau von Singlespeedrädern mit Freilauf unter Verwendung von Kassettennaben eingesetzt werden. Sie werden auf die Freilaufnabe des Laufrades gesteckt (mit Zwischenringen für die passende Kettenlinie) und mit einem Abschlußring oder -Ritzel fixiert.

Als Ritzel kommen dafür speziell im Handel erhältliche Ritzel (z.B. DX-Ritzel von Shimano) oder auch gewöhnliche Kassettenritzel in Frage. Schalthilfen wie an heutigen Kassettenritzeln üblich sind allerdings eher suboptimal aufgrund einer potentiell erhöhten Abwurfgefahr der Kette.

Für Freilaufkörper aus Aluminium, wie bei Rennrad-Naben häufig anzutreffen, sollten spezielle Ritzel mit breiter Aufnahme verwendet werden, um ein "Einfressen" des Ritzels in der Freilaufkörper zu verhindern.

Siehe auch Tipps und Tricks#Umbau zum Singlespeedfreilaufrad mit alten Ritzelkassetten statt Umbaukits. Vorlage:Clear

Ritzel für Nabenschaltungen

Nabenschaltungsritzel

Ritzel für Nabenschaltungen werden gesteckt oder geschraubt.

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Siehe auch

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Weblinks

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