Pletscherplatte: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Pletscherplatte''' ist eine Stegplatte, die am Hinterbau am Fahrradrahmen befestigt wird. In den meisten Fällen wird die Pletscherplatte beim Rahmenbau eingeschweißt. Üblicherweise befindet sich die Platte im oberen Bereich der Sattelstreben, seltener an den Unterstreben. Die Pletscherplatte ist ein gestanztes Blech, an dem Gepäckträger, Schutzblech und Felgenbremse befestigt werden können.
 
Die '''Pletscherplatte''' ist eine Stegplatte, die am Hinterbau am Fahrradrahmen befestigt wird. In den meisten Fällen wird die Pletscherplatte beim Rahmenbau eingeschweißt. Üblicherweise befindet sich die Platte im oberen Bereich der Sattelstreben, seltener an den Unterstreben. Die Pletscherplatte ist ein gestanztes Blech, an dem Gepäckträger, Schutzblech und Felgenbremse befestigt werden können.
  
Die Platten kamen Mitte der 80er Jahre in größerem Umfang auf den Markt und wurden vereinzelt auch als Ersatzteil angeboten. Mit Erscheinen der Cantileverbremsen ist die Verbreitung wieder stark zurückgegangen. Pletscherplatten sind dort anzutreffen, wo stabile Gepäckträger verbaut werden, da die zwei oberen Bohrungen eine massive Verankerung erlauben, besser als jeder Klemmechanismus.
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Die Platten kamen Mitte der 80er Jahre in größerem Umfang auf den Markt und wurden vereinzelt auch als Ersatzteil angeboten. Mit Erscheinen der Cantileverbremsen ist die Verbreitung wieder stark zurückgegangen. Pletscherplatten lösten damals gleich mehrere Probleme. Rahmen hatten an der gleichen Stelle einen kleinen Steg aus Stahlrohr. Bei billigen Rädern war dieses kleine Rohr nur duchbohrt, bei guten war eine Hülse eingesetzt. Dies ist heute noch bei Rennrahmen üblich. Das Anbringen von Gepäckträgern war noch einigermaßen ordentlich möglich, auch wenn die zum "U" zurechtbebogenen Gepäckträgeraufnahmen nie paßgenau waren. Dies hatte zur Folge, daß Felgenbremsen nie mittig blieben und eine genaue Einstellung quasi unmöglich war. Mit der gleichen Bohrung wurde auch noch das Schutzblech befestigt. Mit Aufkommen der Pletscherplatten bekamen die drei Bauteile eigene Aufnahmeflächen, was das Ganze wesentlich stabiler machte. Gepäckträher waren oben befestigt, Bremsen hinten unten und Schutzbleche vorne unten.
  
Heute trifft man die Pletscherplatte hauptsächlich an Tourenrädern, Reiserädern und ähnlichen Fahrradtypen. Da die intere Bohrung manchmal sowohl für Schutzblech als auch für die Felgenbremse verwendet wird, ist die Einstellung der Bremse eine fummelige Angelegenheit. Schutzbleche werden heute kaum noch oben am Rahmen befestigt, so daß als einzige Bedeutung der Pletscherplatte bei den meisten Rädern die Befestigung des Gepäckträgers bleibt. Dafür gibt es heute, anders als in den 80ern, durchaus gute und funktionierende Lösungen ohne Pletscherplatte.
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Heute trifft man die Pletscherplatte hauptsächlich an Tourenrädern, Reiserädern und ähnlichen Fahrradtypen. Da die intere Bohrung manchmal sowohl für Schutzblech als auch für die Felgenbremse verwendet wird, ist die Einstellung der Bremse eine fummelige Angelegenheit. Schutzbleche werden heute kaum noch oben am Rahmen befestigt, so daß als einzige Bedeutung der Pletscherplatte bei den meisten Rädern die Befestigung des Gepäckträgers bleibt. Dafür gibt es heute, anders als in den 80ern, durchaus gute und funktionierende Lösungen ohne Pletscherplatte. Pletscherplatten sind dort anzutreffen, wo stabile Gepäckträger verbaut werden, da die zwei oberen Bohrungen eine massive Verankerung erlauben, besser als jeder Klemmechanismus.
  
 
Namensgeber ist die Schweizer Firma Pletscher, die dieses Bauteil erfunden haben.
 
Namensgeber ist die Schweizer Firma Pletscher, die dieses Bauteil erfunden haben.

Version vom 24. Februar 2019, 17:57 Uhr

Inhalt

Pletscherplatte

Die Pletscherplatte ist eine Stegplatte, die am Hinterbau am Fahrradrahmen befestigt wird. In den meisten Fällen wird die Pletscherplatte beim Rahmenbau eingeschweißt. Üblicherweise befindet sich die Platte im oberen Bereich der Sattelstreben, seltener an den Unterstreben. Die Pletscherplatte ist ein gestanztes Blech, an dem Gepäckträger, Schutzblech und Felgenbremse befestigt werden können.

Die Platten kamen Mitte der 80er Jahre in größerem Umfang auf den Markt und wurden vereinzelt auch als Ersatzteil angeboten. Mit Erscheinen der Cantileverbremsen ist die Verbreitung wieder stark zurückgegangen. Pletscherplatten lösten damals gleich mehrere Probleme. Rahmen hatten an der gleichen Stelle einen kleinen Steg aus Stahlrohr. Bei billigen Rädern war dieses kleine Rohr nur duchbohrt, bei guten war eine Hülse eingesetzt. Dies ist heute noch bei Rennrahmen üblich. Das Anbringen von Gepäckträgern war noch einigermaßen ordentlich möglich, auch wenn die zum "U" zurechtbebogenen Gepäckträgeraufnahmen nie paßgenau waren. Dies hatte zur Folge, daß Felgenbremsen nie mittig blieben und eine genaue Einstellung quasi unmöglich war. Mit der gleichen Bohrung wurde auch noch das Schutzblech befestigt. Mit Aufkommen der Pletscherplatten bekamen die drei Bauteile eigene Aufnahmeflächen, was das Ganze wesentlich stabiler machte. Gepäckträher waren oben befestigt, Bremsen hinten unten und Schutzbleche vorne unten.

Heute trifft man die Pletscherplatte hauptsächlich an Tourenrädern, Reiserädern und ähnlichen Fahrradtypen. Da die intere Bohrung manchmal sowohl für Schutzblech als auch für die Felgenbremse verwendet wird, ist die Einstellung der Bremse eine fummelige Angelegenheit. Schutzbleche werden heute kaum noch oben am Rahmen befestigt, so daß als einzige Bedeutung der Pletscherplatte bei den meisten Rädern die Befestigung des Gepäckträgers bleibt. Dafür gibt es heute, anders als in den 80ern, durchaus gute und funktionierende Lösungen ohne Pletscherplatte. Pletscherplatten sind dort anzutreffen, wo stabile Gepäckträger verbaut werden, da die zwei oberen Bohrungen eine massive Verankerung erlauben, besser als jeder Klemmechanismus.

Namensgeber ist die Schweizer Firma Pletscher, die dieses Bauteil erfunden haben.