Kettenpflege: Unterschied zwischen den Versionen

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<div class="boxtop">Kettenreinigungsgeräte</div>
 
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Diese können unter bestimmten Umständen im Hochleistungssport sinnvoll sein, allerdings ist hier die Lebenserwartung der Ketten ohnehin sehr gering.
 
 
Im Privatbereich sind solche Geräte völlig sinnlos, weil sie die lebenswichtige innere Schmierung, welche normalerweise ein Kettenleben lang hält, herauswaschen. Diese Schmierung ist nachtäglich nicht mehr wieder zu ersetzen, das setzt die Lebensdauer der Kette stark herab.
 
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<div class="boxtop">Kärcher</div>
 
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Hochdruckreiniger sind die sicherste Methode, in wenigen Minuten eine Fahrradkette zu ruinieren. Dabei ist es unerheblich, mit welchem Schmiermittel man die Kette danach wieder fettet oder ölt.
 
 
Bedingt geeignet ist die Methode im Leistungssport (MTB), wenn Ketten sehr stark verschmutzt sind, danach mit WD-40 geschmiert werden (siehe unten). Allerdings verringert sich die Lebensdauer der Kette drastisch.
 
 
Wasser jeder Art ist Gift fürs [http://www.fahrradshop24.org Fahrrad], mit Druck erst recht. Neben der gewünschten Reinigung reinigt man auch alle Schmierstoffe weg, was nicht mehr ersetzbar ist (bzw. nur durch Totalzerlegung). Da die heutigen Innenlager und Schaltwerke nicht mehr zu zerlegen sind, kann ein einziger Kärcher- Einsatz sie zerstören.
 
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<div class="boxtop">WD-40</div>
 
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[[File:wd40.jpg|thumb|upright=0.33]]
 
<p>Früher was "Caramba" als universelles Rostl&ouml;sespray bekannt und beliebt.</p>
 
<p>Heute ist als Rostl&ouml;ser, Schmiermittel, Kontaktspray, Korrosionsschutz und Reiniger in einem das Mittel <a href="http://www.wd40.de" class="ext">WD-40</a> bekannt und beliebt.</p>
 
<p>WD-40 ist wirklich sehr gut! Als Kettenpflegemittel ist es aber nicht geeignet, weil es &Ouml;l und Fett verd&uuml;nnt und somit die lebenslange Schmierung ausw&auml;scht.</p>
 
<p>WD-40 ist eine Art Wundermittel f&uuml;r alle m&ouml;glichen Probleme am Fahrrad, selbst verharzte Nabenschaltungen sind mit einem kurzen Spr&uuml;hsto&szlig; repariert.</p>
 
<p>Auf der Kette bringt WD-40 erstmal scheinbare Erfolge, Schmutz wird gut gel&ouml;st, man kann Sand usw. viel besser abwischen. Der unangenehme Nebeneffekt ist die enorme Kriechf&auml;higkeit des Mittels, was mittelfristig eher schadet. Wird die Kette st&auml;ndig, also alle paar Wochen mit WD-40 eingespr&uuml;ht, kann das aber durchaus gutgehen.</p>
 
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<div class="boxtop">Nähmaschinenöl</div>
 
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<p>Dieses &Ouml;l galt jahrzehntelang als richtig. Dies &auml;nderte sich aber mit Aufkommen der Kettenschaltungen auf dem Massenmarkt.</p>
 
<p>Als Kettenpflegemittel wird es immernoch eingestzt, obwohl es daf&uuml;r wie WD-40 ungeeignet ist. F&uuml;r Nabenschaltungen gilt, was fr&uuml;her gemacht wurde: N&auml;hmaschinen&Ouml;l ist ok.</p>
 
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<div class="boxtop">Bremsenreiniger / Verdünnung</div>
 
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<p>Das ist absolutes "no-go" - man bekommt Ketten zwar wunderbar sauber, danach sind sie am Fahrrad aber nicht mehr zu gebrauchen.</p>
 
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<div class="boxtop">Graphit</div>
 
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<p>Es schmiert zwar gut, erh&Ouml;ht aber den Verschlei&szlig;. Es hat zwar eine weit geringere H&auml;rte als Stahl (nur etwa 1-2 Mohs), ist aber als Feststoff f&uuml;r solche Belastungen wenig geeignet.</p>
 
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<div class="boxtop">exotische Methoden</div>
 
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<p>Es gibt "Geheimtips" wie Babyöl, Salatöl und andere Rezepte. Prinzipiell ist selbst Penatenchreme besser als gar kein Schmierstoff, aber das gilt eigentlich nur für Nabenschaltungen. Eine Schaltungskette verkraftet sowas nur relativ kurze Zeit.
 
 
Um einer Kette im Sommer das Quitschen abzugew&Ouml;hnen, kann man auch Sonnenschutzöl oder -creme nehmen, das ist aber immer nur eine Notlösung und keine langfristige Geschichte.</p>
 
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* [http://www.wikipedalia.com/index.php?title=Kettenpflege Kettenpflege von Sheldon Brown]
 

Version vom 7. Dezember 2012, 19:04 Uhr

Vorlage:Kettenpflege/Mythen

Vorlage:Kettenpflege/Weiterführende Links