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Kartenübersicht Rund um Eberswalde - einmal Niederfinow und zurück

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Hubbrücke Niederfinow
Hubbrücke Niederfinow

Sauerei Kahlenberg
Sauerei Kahlenberg

Waldcampus Eberswalde » Bernauer Heerstraße » Trampe » Tornow » Hohenfinow » Liebenstein » Niederfinow » Sauerei Kahlenberg » Eberswalde (32,6 km)

Von Eberswalde bis Tornow

Die Bernauer Heerstraße ist erreicht
Die Bernauer Heerstraße ist erreicht

Der Waldcampus wird am Parkhaus Richtung Süden verlassen, es geht den Hügel hinauf in den Wald. Diesem Weg folgt man, bis er aufhÖrt, hier geht es rechts weiter auf der ursprünglichen Bernauer Heerstraße. Der Begriff "Straße" ist hier aber etwas übertrieben, es ist vielmehr festgefahrener Schotter. Nach etwa einem Kilometer kommt von rechts der Wiebeckedamm, auf diesem geht die Fahrt weiter bis zum Gelände des ehemaligen Schießplatzes der Sowjetarmee.

An der Kreuzung Wiebeckedamm
An der Kreuzung Wiebeckedamm

Der Hauptweg macht eine ausgedehnte Rechtskurve, geradeaus erkennt man noch die Ruine eines ehemaligen Postenhäuschens. Vor diesem biegt der Weg scharf nach links ab.

Beim Verlassen des Waldes erreicht man die Zufahrsstraße zum Schießplatz, dieser folgt man nach links und gelangt so in das Dorf Trampe.

In Trampe folgt man der Hauptstraße etwa 300 m Richtung Eberswalde und biegt dann auf einen Feldweg, der wiederum in den Wald führt. Dieser Weg führt mehr oder weniger geradeaus bis nach Tornow.

zwischen Trampe und Tornow
zwischen Trampe und Tornow

Dieser Teilabschnitt Trampe-Tornow ist je nach Witterungslage etwas abenteuerlich. Ein ständiges Auf und Ab ist gepaart mit grobem Schotter, der sich mit Tiefsand abwechselt. Fahrräder mit schmalen Reifen oder schwer beladene Reiseräder kommen hier nicht wirklich ordentlich voran. Beidseitig des Weges findet man gute Pilzwälder vor.


Weg vom Hohenfinower Wald nach Hohenfinow
Weg vom Hohenfinower Wald nach Hohenfinow (2001)

In Tornow fährt man an der Kirche vorbei wieder Richtung Wald und etwa 500 Meter hinter den Ställen gehts auf einem schlechten Waldweg Richtung Hohenfinow. Am Ende des Waldes beginnt ein Feldweg mit beidseitig verwilderten Obstbäumen und Sträuchern, dieser ist aber oftmals recht zugewachsen. Am Ende des Weges erreicht man Hohenfinow.


der gleiche 'Weg' 2008
der gleiche "Weg" 2008

Je nach Jahreszeit kann es schwierig werden, diese Stelle zu passieren, da der Weg (zumindest auf den ersten 100 Meter) mittlerweile vÖllig zugewachsen ist.


Hohenfinow

Moor im Hohenfinower Wald
Moor im Hohenfinower Wald

Der Ort ist slawischen Ursprungs. Die Region wurde um 1200 von den Askaniern erobert. Nach dem Bau der etwa 10 km entfernten Burg Oderberg (damals niederdeutsch „Aderburg“) im Jahr 1213 wurde an der strategisch wichtigen Stelle oberhalb der Finow die Burg Finow gegründet. 1904 wurde bei Ausgrabungen am Hohenfinower Schloss in 2,50 m Tiefe ein mecklenburgischer Stierkopfbrakteat gefunden, der um 1220 geprägt wurde. Dieses Jahr wird als Baujahr der Burg vermutet.

Ortseingang Hohenfinow
Ortseingang Hohenfinow

Hohenfinow liegt auf einem Plateau, welches zur Besiedlungszeit im Westen, Norden und Osten von Gräben und Sümpfen umgeben war. Im Norden und Osten fällt das Gelände wenige hundert Meter hinter dem Dorf etwa 40 Meter ins Urstromtal ab. Der Ort war durch diese topographischen Gegebenheiten schon recht gut geschützt, im Süden war hinter der Kirche eine Palisadenwand errichtet worden.

Im Park des Schloßes
Im Park des Schloßes

Die Burg hatte die Aufgabe, die Furt der Finow (heute Hubbrücke von Niederfinow) zu schützen. Die nächsten Furten waren jeweils zehn Kilometer westlich und Östlich bei den damals noch nicht gegründeten Städten Eberswalde und Bad Freienwalde gelegen. Die im Norden und Osten gelegenen Slawen sollten abgeschreckt werden, die Burg bot Schutz für die rundum gelegenen landwirtschaftlich genutzten Gebiete.

Straußenfarm Liebenstein Hohenfinow
Straußenfarm Liebenstein Hohenfinow

In Hohenfinow empfiehlt sich ein Abstecher zum Liebenstein, wo man einen SchÖnen Ausblich auf das Eberswalder Urstromtal mit der Neuenhagener Insel hat. Man kann bis Bad Freienwalde, Bralitz und Oderberg sehen, bei gutem Wetter bis nach Polen. Ebenfalls am Liebenstein befindet sich eine Straußenfarm.


Straußenporträt Straußenporträt

Straußenfarm Liebenstein Hohenfinow
im Schloßpark abwärts Richtung Struwenberg

Weiter gehts von Liebenstein aus geradeaus durch den ehemaligen Schloßpark und dann immer bergab Richtung Niederfinow. Man quert dabei auch eine Weide - wer Angst vor Rindviechern hat, kann sich links daran vorbeimogeln. Vorbei an der Mühle Hohenfinow erreicht man den Bahnhof Niederfinow und etwa 200 m später die Ortsgrenze an der Hubbrücke über den Finowkanal.

Niederfinow

Niederfinow ist bekannt für sein Schiffshebewerk
Niederfinow ist bekannt für sein Schiffshebewerk

Der Name Finow stammt aus vorslawischer Zeit. Das mittelniederdeutsche Wort fino(u)we bedeutet vermutlich Wurzel. Es setzt sich aus den indogermanischen pen = Schlamm, Sumpf, Wasser, feucht und uei, ui = drehen, biegen, winden zusammen, die mit dem westgermanischen Suffix -n bzw dem slawischen -ov kombiniert wurden. Finow bedeutet also frei übertragen sich windender Fluss mit Sümpfen.

Dorfkirche Niederfinow
Dorfkirche Niederfinow

Zur Zeit der Besiedlung der Gegend um Hohen- und Niederfinow durch die Slawen war die AnhÖhe südlich des Flusses Finow strategisch bedeutend. Die Furt bei Niestadt (heute Eberswalde) war durch die topografischen Gegebenheiten weniger übersichtlich, die heutige Kreisstadt gewann erst 1317 durch eine Bestimmung von Markgraf Waldemar an Bedeutung. Waldemar verfügte, dass die Handelsstraße von Frankfurt/Oder und Berlin nach Stettin nicht mehr über Hohenfinow/Niederfinow zu verlaufen habe sondern über Niestadt und Eberswalde. Dazu ließ er eine Brücke über die RagÖse errichten. Die Errichtung der Burg Finow sowie des Ortes Hohenfinow als damals wichtigste Siedlung am 35 Kilometer langen Fluss begründet die Namensgebung. Etwa zeitgleich mit Niederfinow entstand wenige Kilometer südlich Hohenfinow, das wegen der Zollstelle für Land- und Wasserzoll am Fluss via Vienouie genannt wurde.


Oberbecken des Schiffshebewerkes

In Niederfinow bietet sich ein 2-Kilometer- Ausflug zum Schiffshebewerk an. Alternativ kÖnnte man eine Rundfahrt um Niederfinow machen, bei der man von oben am Schiffshebewerk ankommt. Diese Tour ist zwar relativ kurz, aber relativ schwierig, man muß an etlichen Stellen schieben. Der Ausblick vom Schiffshebewerk entschädigt allerdings für den strapaziÖsen Weg.

Sauerei Kahlenberg

An der Kreuzung in der Nähe der Hubbrücke führt der Weg nun entlang des Treidelwegs und ist durchweg gut befahrbar, streckenweise getrennt vom Autoverkehr. Bei km 24 wird die "Sauerei" erreicht, ein Imbiß mitten im Wald auf dem Gelände der FÖrsterei Kahlenberg. Hier besteht die MÖglichkeit der Stärkung, es gibt auch Wildschwein-Gerichte.


Rückweg nach Eberswalde

Zurück gehts auf dem Treidelweg entlang des Finowkanals. Der Weg ist sowohl gut ausgebaut als auch bequem befahrbar. Erst gehts durch Niederfinow, dann dirch ein kurzes Waldstück bis nach Kahlenberg, wo mitten im Wald am Forsthaus ein Imbiß mit Wildspezialitäten auf die Radler wartet.

Der Rest des Rückwegs ist sehr gut zu fahren, fast immer bequem direkt am Finowkanal entlang.

Fotogalerie

Auf der Zubringerstraße zu sowjetischen Schießplatz Auf der Zubringerstraße zu sowjetischen Schießplatz

in Tornow in Tornow

am Dorfrand von Tornow am Dorfrand von Tornow

zwischen Tornow und Hohenfinower Wald zwischen Tornow und Hohenfinower Wald

der Verbindungsweg vom Hohenfinower Wald nach Hohenfinow der Verbindungsweg vom Hohenfinower Wald nach Hohenfinow

Dorfanger Hohenfinow Dorfanger Hohenfinow

der ehemalige Schloßpark der ehemalige Schloßpark

über die Weide.. über die Weide...

vorbei an der Mühle der Burg Finow... vorbei an der Mühle der Burg Finow...

Niederfinow noch in Niederfinow

Einfahrt zur Sauerei Einfahrt zur Sauerei

in der Sauerei Kahlenberg in der Sauerei Kahlenberg

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